News Details

Von: Meike Riedesel-Nüßgen

en|wohnen weiter auf Erfolgskurs


Schwelm..  „en|wohnen“, das kommunale Wohnungsunternehmen des Ennepe-Ruhr-Kreises, ist auf Kurs. „Wir können, auch wenn die Markt- und Rahmenbedingungen nicht einfach sind, auf ein solides Vermögenswachstum setzen und hoffnungsvoll nach vorne blicken“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Oliver Flüshöh bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2015.

Ein Jahresabschluss hat auch immer mit vielen Zahlen zu tun. Und mit diesen Kennzahlen braucht das Wohnungsunternehmen nicht hinterm Berg zu halten.

Gern mehr in Breckerfeld investieren

Die Bilanz ist im Jahr 2015 auf 34,87 Millionen Euro (2014: 33,4 Millionen Euro) angewachsen. Es konnte ein positives Jahresergebnis von 655 692 Euro erzielt, die Eigenkapitalquote durch interne Finanzierung von 21,6 auf 22,6 Prozent gesteigert werden. Es wurde ein Cashflow von 1,95 Millionen Euro erwirtschaftet. Und der Leerstand zum Jahresende 2015 im Wohnungsportfolio sank auf 4,8 Prozent (69 Wohnungen). „Wir sehen weiterhin eine sinkende Tendenz“, sagt Geschäftsführer Alexander Dyck und nennt als Zielgröße drei Prozent. Die fortgeschriebenen Zahlen geben ihm Recht. Aktuell hat „en|wohnen“ einen Leerstand von 4,27 Prozent (61 Wohnungen).

Die positive Entwicklung des Unternehmens wird noch deutlicher, wenn man die Zahlen der vergangenen Jahre hervorholt. 2009 betrug die Bilanzsumme 24,7 Millionen Euro, 2001 der Leerstand noch 16 Prozent. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. In den Jahren 2011 bis 2015 hat das Unternehmen mehr als 24 Millionen Euro in den Wohnungsbestand investiert. Bis Ende 2016 werden es über 27,5 Millionen Euro sein. Ursprünglich war die Planvorgabe, 50 Prozent der Investitionen aus Eigenmitteln zu stemmen. Dank der positiven Unternehmensentwicklung wurde dieser Ansatz auf Zweidrittel Eigenmittel angehoben. „Durch diese nachhaltigen und regionalorientierten Investitionen profitieren in erster Linie unsere Kunden, das heimische Handwerk und die jeweiligen Kommunen. Mit unserer Tätigkeit tragen wir im Schnitt unter Berücksichtigung der Hebelwirkung zur Sicherung von etwa 610 Arbeitsplätzen im Ennepe-Ruhr-Kreis bei“, rechnet der Geschäftsführer vor.

Ein wirtschaftlich starkes, gut aufgestelltes Wohnungsunternehmen ist auch den Gesellschaftern, dem Ennepe-Ruhr-Kreis, den Städten im EN-Kreis, der AVU und einer Immobilienaktiengesellschaft, wichtig. Laut Beschluss der Gesellschafter wird es in diesem Jahr erneut keine Gewinnausschüttung geben, stattdessen alles in den Bestand investiert.

Seiner bisherigen Unternehmensstrategie will „en|wohnen“ treu bleiben und weiter in den Bestand investieren. „Wir sorgen aber dafür, dass die Mieten bezahlbar bleiben. Nicht alles wird gemacht, was technisch möglich ist, sondern was nötig ist“, sagt Dyck. Zukünftig werden auch der Neubau und Zukauf von Immobilien ein Thema sein – gern auch in Breckerfeld, wie der Geschäftsführer sagt. Doch zu diesem Zeitpunkt wollen sich Geschäftsführung und Aufsichtsrat noch nicht näher in die Karten schauen lassen. Sie kündigen den Beschluss eines neuen Fünf-Jahres-Plans für den Herbst an.


Das Wetter Schwelm