erschienen in der WR am 12.12.2015



erschienen in der WR am 29.10.2015


erschienen in der WR am 14.10.2015


erschienen am 03.10.2015 in der WR


erschienen am 28.09.2015 in der WR


erschienen in der WR am 22.08.2015


erschienen am 22.08.2015 auf der Webseite www.derwesten.de

Seit 75 Jahren ein Garant für bezahlbares Wohnen


erschienen in der WR am 15.08.2015


erschienen am 25.07.2015 in der WR


Sanierung geht vor Gewinnausschüttung

Vorzeigeobjekte für die „en|wohnen GmbH“: Die sanierten Häuser in Gevelsberg in der Silscheder Straße 125-129 wurden ursprünglich im Jahr 1954 gebaut und sehen heute wieder aus wie neu. Foto: Bernd Richter


Schwelm. Die „en|wohnen GmbH“ feiert Geburtstag. Das kommunale Wohnungsunternehmen des EN-Kreises wird am 15. August 75 Jahre jung. Grund genug für die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mit Sitz in der Castorffstraße 20 in Schwelm, den erfreulichen Anlass am Freitag, 21. August, zu feiern.


130 geladene Gäste

130 geladene Gäste aus der Politik, Gesellschafter, Aufsichtsräte, Partner und Mitarbeiter inklusive der Betriebsrentner sind zum Empfang ins Haus Martfeld in Schwelm geladen. Und wie es sich für ein gemeinnütziges Unternehmen gehört, wünscht man sich statt Geschenken lieber Spenden, mit denen karitative Einrichtungen in der Region unterstützt werden sollen. Aber das schönste Geschenk hat sich im Jubiläumsjahr das Unternehmen selbst gemacht. „Wir können das beste Jahresergebnis überhaupt vorweisen“, lässt sich Geschäftsführer Alexander Dyck ein klein wenig in seine Karten schauen.

Am 26. Juni 1929 wurde das Unternehmen „Wohnungsbau-Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den Kreis Schwelm“ mit Sitz in Schwelm gegründet. Der Gesellschaftsvertrag wies ein Stammkapital von 70.000 Reichs-Mark aus, verteilt auf 31 Gesellschafter, wobei 47.500 Reichs-Mark durch den Ennepe-Ruhr-Kreis eingezahlt wurden. Ein Wohnungsbestand war noch nicht vorhanden; ebenso war keine Bautätigkeit zu verzeichnen.

Im Jahr 1933 zog der Ennepe-Ruhr-Kreis – zur Sparsamkeit gezwungen – seine Einlagen wieder heraus. Die Gesellschaft wurde aufgelöst. Am 15. August 1940 wurde die Gesellschaft unter der Bezeichnung „Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für den Ennepe-Ruhr-Kreis GmbH“ mit Sitz in Schwelm neu gegründet.

Im Jahr 2011 folgte die Neuausrichtung des Unternehmens mit Setzung neuer Schwerpunkte. Ein Fünf-Jahres-Plan wurde beschlossen, dessen Kern die Instandhaltung, Sanierung und Aktivierung der Immobilien und Außenanlagen ist. Für rund 27 Millionen Euro sollen 400 der insgesamt 1687 Wohneinheiten modernisiert werden. Der nächste Fünf-Jahres-Plan definiert ähnliche Ziele. „Wenn alles gut läuft, sind wird dann durchsaniert“, sagt Alexander Dyck. Nicht die Rendite hätten die Eigentümer primär im Fokus, sondern die Investitionen im Bestand. Deshalb werde es auch aktuell keine Ausschüttungen geben. „Im Augenblick wird jeder Euro in den Bestand investiert“, so Dyck. Planziel sei eine angepeilte Ausschüttung im Jahr 2019.

Und was die mit zehn Mitarbeitern personell schlank aufgestellte Wohnungsgesellschaft bisher auf die Beine gestellt hat, kann sich durchaus sehen lassen. Für die Umbauarbeiten verzichtet man weitgehend auf die Unterstützung externer Planer und Architekten. Fachkompetenz wird im eigenen Haus herangezogen und genutzt. Lohn aller Mühen ist ein kontinuierlich gesunkener Leerstand von ehemals 16 auf ganze 5,6 Prozent und teilweise Wartelisten für Wohnungen in den sanierten Immobilien. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sportlich sie die Aufgaben angeht – und alles mit Handwerkern aus der Region“, sagt Alexander Dyck. So blieben 80 Prozent der Investitionen bei Handwerksunternehmen in der Region hängen.

Bernd Richter


erschienen in der WR am 06.07.2015

Menschen und Vögel friedlich unter einem Dach

Nistkästen statt angehackte Fassaden: eine Lösung für Mensch wie Tier.  Foto: Elisabeth Semme

 

Wetter/E.-Ruhr.   Mauersegler suchen sich oft Nischen direkt unter dem Dach eines Hauses. So entstehen aber auch Löcher und Risse in den Fassaden. Doch es gibt Lösungen für Mensch und Tier.

 

„Da ist richtig Leben in der Bude“ – so könnte man flapsig die Situation in der ehemaligen Reme-Siedlung an der Breslauer Straße beschreiben. Alle Häuser bzw. Wohnungen von ENWohnen (Kommunales Wohnungsunternehmen des Ennepe-Ruhr-Kreises) sind vermietet. Und nicht nur das. Auch Mauersegler und Sperlinge sind inzwischen eingezogen. In die 30 Nistkästen, die ENWohnen gemeinsam mit dem BUND unter den Dächern an den 18 Gebäuden angebracht hat. Ein Pilotprojekt, das bislang einmalig ist im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Denn die Nisthilfen hängen nicht ohne Grund an den Gebäuden. Bereits seit 2009 saniert und modernisiert ENWohnen die komplette Siedlung in Oberwengern. Im Zuge dieser Arbeiten mussten viele Nischen und Hohlräume beseitigt werden, die sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte im Mauerwerk gebildet hatten. Dabei lieben Sperlinge und Mauersegler als sogenannte Gebäudebrüter gerade diese Löcher. „Sie sind zwingend auf Gebäude angewiesen und suchen sich oft Mauernischen unterm Dach“, erklärt Franco Cassese von der Biologischen Station Hagen, die das BUND-Projekt „Mehr Platz für Spatz & Co.“ fachlich begleitet.

„Der Mauersegler zum Beispiel ist ein Spaltenbewohner und überhaupt nicht anspruchsvoll. Er legt seine Eier auf Dachsparren“, so Cassese weiter. Nachdem Alexander Dyck, Geschäftsführer von ENWohnen, vor vier Jahren einen Vortrag von Franco Cassese gehört hatte, war der Kontakt schnell geknüpft. „Spalten und Löcher sind bei uns nicht erwünscht, deswegen haben wir sie bei der Sanierung ausgeglichen und die Dächer gedämmt. Aber wir wollten auch vermeiden, den Lebensraum der Tiere zu vernichten.“, sagt Dyck.

Schnell wurden Bau- und Tierschutzexperte sich einig: Franco Cassese erstellte ein Nistkonzept für die ehemalige Reme-Siedlung, um den Lebensraum der Tiere trotz Sanierung und Modernisierung der Gebäude zu erhalten. Das Ergebnis: An allen Häusern sind unterhalb der Dächer an der Wand teils mehrere Nistkästen angebracht, die in der Fassadenfarbe gestrichen sind und deswegen auf den ersten Blick nicht auffallen.

Die Nistkästen sind etwa drei Kilo schwer und bestehen aus Pflanzenfaserbeton. Denn sie müssen, wie Franco Cassese betont, atmungsaktiv sein. Jeder Kasten ist mit jeweils zwei runden Öffnungen für die Sperlinge und zwei Spaltenöffnungen für die Mauersegler versehen. „Und da die Nisthilfen oft direkt neben den Fenstern der Bewohnern hängen, können die sich über das Zwitschern des Nachwuchses freuen. Das erhöht besonders für Familien mit Kindern die Lebensqualität“, ist Alexander Dyck überzeugt.

Nachahmer erwünscht

Angebracht wurden die Nisthilfen bereits vor über einem Jahr. Die Frage, ob sie denn inzwischen auch angenommen werden, beantwortet Franco Cassese mit einem Blick in den Himmel: „Da oben kreisen die Mauersegler. Und Sperlinge und Meisen sind auch da. Die Zielsetzung ist also erfüllt.“ Was aber nicht bedeutet, dass das Artenschutzprojekt beendet ist.

„Wir machen genauso weiter. In der Eicken-, Liborius-, Goethe- und Schillerstraße müssen die Dächer neu gemacht werden. Auch dabei werden wir uns mit dem BUND absprechen. Denn man sieht ja hier, dass sich der Aufwand gelohnt hat“, sagt Meike Riedesel-Nüßgen. Franco Cassese nickt und sagt; „Nachahmer sind erwünscht.“

Elisabeth Semme

 

 


erschienen in der WR am 01.06.2015


erschienen am 04.05.2015 in der WP


erschienen in der WAP am 21.02.2015

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15.08.2015 00:00

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