Erschienen am 29.10.2014 online auf den Seiten der WAZ

Die Tinte unter dem Vertrag ist frisch getrocknet: Dieter Röllke, Ingrid Klatte und Rolf Weber von der Bürgerenergiegenossenschaft und Alexander Dyck, Meike Riedesel-Nüssgen und Manfred Kühn von EN Wohnen (von links). Foto: Klaus Görzel

 

Wetter. Über viele Jahre schon werden die Dächer der Mietshäuser in Wetter für Solaranlagen zur Verfügung gestellt, jetzt ist EN Wohnen selbst Mitglied bei der BürgerEnergieGenossenschaft geworden und damit Vorreiter im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Dächer ihrer Häuser hat die Wohnungsgesellschaft EN Wohnen schon länger an die heimische Bür­gerEnergieGenossenschaft vergeben. An der Breslauer Straße in Wetter ist jetzt aber nicht nur ein weiteres Solardach hinzu gekommen: EN Wohnen ist selbst Mitglied der Energiegenossenschaft geworden. Die Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Schwelm und den meisten ihrer Wohnungen in Wetter ist damit zum Vorreiter im Kreis geworden.

Mietercafé ist in der Planung

5000 Euro hat EN Wohnen auf den Tisch gelegt und so zehn Anteile erstanden. Nicht etwa, weil Geschäftsführer Alexander Dyck auf große Gewinne spekulieren würde. Dyck spricht bei diesem Engagement von einer „Herzenssache“ und fährt fort: „Wir wollen die Energiewende vor Ort voran treiben.“

Insgesamt 15 Mal waren die Wohnungsgesellschaft und die Bürgerenergiegenossenschaft schon Partner für die Anbringung von Solarstromanlagen. In Wengern gibt es dafür auch einen Paten. Für zwei der Anlagen an der Schmiedestraße fühlt sich Dieter Röllke verantwortlich. Er liest die Zählerstände ab, schaut nach dem Rechten und sucht das Gespräch mit den Mietern. Deren größte Sorge: Die Anlage auf dem Dach könnte die Miete steigen lassen. Was auf keinen Fall so ist. Wohnen EN bekommt sogar eine kleine Pacht von der Energiegesellschaft, abhängig von der Strommenge, die in den Kraftwerken auf dem Dach gewonnen wird. Für die Breslauer Straße wird noch ein Pate gesucht. Aber Rolf Weber, Geschäftsführer der BürgerEnergieGenossenschaft, hat schon einen der Mieter im Auge. Der könnte eine kleine Erfolgsgeschichte durch die Flure tragen: Würde der Strom vom Dach Energie aus Braunkohle ersetzen, läuft das auf eine CO2-Einsparung von 21 505 Kilogramm hinaus. Ein Gewinn fürs Klima.

Alexander Dyck hat den Vertrag zum Pressetermin mitgebracht. Unter einem alten Baum auf einem kleinen Ausguck überreicht er das Papier an Rolf Weber. Der Baum wird bleiben, versichert Dyck, und der Ausguck soll zu einer Art Treffpunkt ausgebaut werden - wenn der Umbau der Häuser beendet ist. 200 Wohnungen hatte die Gesellschaft an der Breslauer Straße vor Beginn der Renovierung. Nach einem Teilabriss und Zusammenlegung sind es noch 125. Leerstand, zuvor ein großes Problem, gibt es nicht mehr. Bis auf die Wohnung gleich neben dem Baum und dem Ausguck. Sie soll auch gar nicht vermietet werden. In ihr möchte EN Wohnen ein Mietercafé einrichten. Die Gespräche mit möglichen Trägern laufen. Auch die zwischen EN-Wohnen und Energiegenossen gehen weiter: Den Vertrag für das nächste „Sonnendach“ hat Dyck nämlich auch schon dabei, es kommt auf Häuser in Silschede.

Klaus Görzel


Erschienen am 29.10.2014 in der WR


Erschienen am 11.10.2014 in der WR und WP

Zur besseren Lesbarkeit des Artikels geht es hier zu einer pdf. Version: WR Bericht


Erschienen am 01.10.2014 im Anzeigenkompass

Erschienen am 27.09.2014 in der WR


Erschienen am 11.09.2014 in der WR


erschienen in der WR am 18.07.2014


erschienen am 19.07.2014


erschienen in der Westfalenpost am 12.06.2014


erschienen in der Westfalenpost am 10.06.2014


erschienen in der WR am 10.06.2014


erschienen in der WAP am 17.05.2014

News

Aktuelles
08.02.2018 12:18

en|wohnen GmbH setzt auf Elektromobilität

Seit August 2017 gibt es zwei Elektrofahrzeuge bei en|wohnen. Es sind zwei E-Golfs von VW. Hier...


08.02.2018 00:00

Millionen für bezahlbares Wohnen

en|wohnen GmbH stellt den neuen 5 Jahres-Plan vor. Welche Siedlungen in den nächsten 5 Jahren...


en|wohnen GmbH feiert 75. jähriges Jubiläum

Am 15.08.2015 wurde die Wohnungsgesellschaft 75 Jahre. Statt Geschenke wurden Spenden gesammelt....


Das Wetter Schwelm